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9 Januar, 2016

Leinöl – Nur was für Lausitzer?

Posted in : Zutaten on by : Bernd Schlagwörter: , , ,

Leinöl ist gesund

Es wird oft zu Unrecht unterschätzt, obwohl es zu vielen Gelegenheiten kulinarisch Verwendung finden kann – Leinöl. Bei diesem handelt es sich um eines der gesündesten Speiseöle überhaupt. Der Grund, weshalb es in seiner Popularität vielleicht noch hinter Raps- oder Sonnenblumenöl liegt, ist sicherlich in der Verwendung des hier thematisierten Öls zu suchen. Da Leinöl hauptsächlich in der kalten Küche zu finden ist, aber nicht zum Braten verwendet wird, sind die Einsatzmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Ölen eingeschränkt. Dennoch handelt es sich bei diesem warm- oder kaltgepressten Öl um mehr als lediglich einen echten Geheimtipp im Reich der Küche.

Der gesunde Helfer für den Körper

Mit einem hohen Anteil der von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern so gepriesenen ungesättigten Fettsäuren überzeugt dieses Öl auf ganzer Linie. Vor allem die Omega-3-Fettsäuren lassen sich in einem hohen Maße nachweisen, wobei die α-Linolensäure den größten Anteil einnimmt. Letztere hat deshalb eine so hohe Bedeutung, weil sie vom menschlichen Körper in höherwertige Säuren transformiert werden kann. Bei jenen handelt es sich um die Docosahexaensäure sowie die Eicosapentaensäure. Weiterhin nimmt der dieses Speiseöl Genießende eine bedeutende Menge an Vitamin E auf, welches unter anderem freie Radikale zu binden imstande ist. Die durch die Wissenschaft größte bestätigte Wirkung betrifft allerdings den wohl wichtigsten Muskel des menschlichen Körpers – das Herz. Die Omega-3-Fettsäuren stärken das Herz-Kreislauf-System und beugen auf diese Weise Herzanfällen oder anderen Erkrankungen vor. Durch ihr Vorkommen in Leinölen tragen Omega-3-Fettsäuren auch dazu bei, die Durchblutung der Gefäße zu verbessern, was wiederum positive Auswirkungen auf den Blutdruck hat.

Wie lässt sich Leinöl kulinarisch wertvoll verwenden?

Viele Menschen beschreiben den Geschmack dieses so wertvollen Speiseöls als heuig-nussig. Zugleich fügen sie an, diesen Geschmack nicht allzu sehr zu mögen, was zur Folge hat, dass dieses Öl viel zu selten in den Speiseplan integriert wird. Dabei existieren so viele verschiedene und vor allem durchaus leckere Gerichte, die mehr sind als nur das Stillen des Hungers. Kulinarische Feinkost und in aller Welt Bekanntes kommt zum Beispiel auf den Tisch, wenn Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl serviert werden. Dabei handelt es sich um eine wahrhafte Spezialität aus dem Osten der Bundesrepublik Deutschland, genauer der Lausitz. Doch nicht immer galt dieses Essen als Highlight und sogar heute rümpfen vor allem Kinder ihre kleinen Nasen, wenn Mutter [Nachtrag des Admin: oder des Vaters] dieses Gericht für das Wochenende ankündigt. Als Essen für arme Leute galt es auch lange Zeit. Mittlerweile hat sich allerdings herumgesprochen, dass jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe in dem einst so negativ gesehenen Essen stecken. Neben den bereits beschriebenen des hier thematisierten Speiseöls handelt es sich dabei natürlich auch um das Eiweiß des Quarks. Neben diesem Gericht existieren freilich noch weitere, die dieses Öl als Geschmacks-Komponente aufweisen. Ein Feldsalat mit Cherrytomaten und Zwiebeln zählt mit diesem Speiseöl abgerundet zu einer echten Delikatesse, wenngleich die Kombination aus Feldsalat und Leinöl-Anteilen, welche beide einen recht markanten Geschmack aufweisen, nicht jedermanns Sache ist.

Fazit

Beim Leinöl handelt es sich um ein Speiseöl, das geschmacklich mit einem heuig-nussigen Aroma aufwarten und hinsichtlich der Inhaltsstoffe vor allem mit einem über 50%igen Anteil an Omega-3-Fettsäuren überzeugen kann. Kulinarisch lässt es sich in der kalten Küche variantenreich verwenden, wobei Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl als bekanntestes Gericht erwähnt und in Erinnerung bleiben sollten.

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